Wann muss ein Zahn entfernt werden?
Vorrang hat immer der Erhalt des Zahns. Erst wenn Füllung, Wurzelbehandlung oder Krone nicht mehr helfen, kommt die Entfernung infrage. Typische Gründe sind:
- Karies, die bis in die Wurzel reicht und nicht mehr versorgt werden kann
- ein gebrochener oder der Länge nach gespaltener Zahn
- stark gelockerte Zähne bei fortgeschrittener Parodontitis
- eine Entzündung an der Wurzelspitze, die sich mit einer Wurzelbehandlung nicht beseitigen lässt
- verlagerte oder teilweise durchgebrochene Weisheitszähne, die Beschwerden machen
- Platzmangel im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung
Ob ein Zahn noch zu retten ist, zeigt sich oft erst nach Untersuchung und Röntgen. Der Ratgeber Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen? vergleicht die Möglichkeiten.
Wie läuft eine Zahnentfernung ab?
Bei einer einfachen Entfernung wird die Region örtlich betäubt, der Zahn mit Instrumenten gelockert und aus dem Zahnfach gelöst. Während des Eingriffs spüren Sie in der Regel Druck; Schmerzen sollten Sie sofort melden.
Eine operative Entfernung ist nötig, wenn der Zahn abgebrochen, verlagert oder stark gekrümmt ist. Dann wird das Zahnfleisch mit einem kleinen Schnitt eröffnet, bei Bedarf etwas Knochen abgetragen oder der Zahn geteilt. Zum Schluss wird die Wunde meist vernäht.
Nennen Sie uns vor dem Eingriff alle Medikamente, Allergien und Vorerkrankungen wie Herzerkrankungen, Diabetes oder Gerinnungsstörungen sowie eine mögliche Schwangerschaft. Blutverdünner dürfen laut SDCEP nicht eigenmächtig abgesetzt werden; in den meisten Fällen kann die Behandlung ohne Änderung der Medikation erfolgen, sonst wird das Vorgehen mit Ihrem Arzt abgestimmt.
Müssen Weisheitszähne entfernt werden?
Nicht immer. Laut gesundheitsinformation.de ist nicht nachgewiesen, dass das Ziehen beschwerdefreier Weisheitszähne gesundheitliche Vorteile hat; die britische NICE-Leitlinie rät ebenfalls von der vorbeugenden Entfernung beschwerdefreier Weisheitszähne ab.
Zur Entfernung wird in der Regel geraten bei:
- wiederholten Entzündungen des Zahnfleischs über dem Zahn (Perikoronitis), oft mit Schwellung und eingeschränkter Mundöffnung
- Karies am Weisheitszahn oder am Nachbarzahn, die nicht gereinigt oder versorgt werden kann
- Auflösung der Wurzel des Nachbarzahns
- einer Zyste oder ähnlichen Veränderung um den Zahn
Die Entscheidung fällt nach Untersuchung und Röntgen.
Wie werden verlagerte Zähne geplant und welche Risiken gibt es?
Untere Weisheitszähne liegen oft nahe am Nervkanal, der Unterlippe und Kinn versorgt; obere Weisheitszähne grenzen an die Kieferhöhle. Eine Panoramaaufnahme reicht meist aus. Ist die Lage zum Nerv unklar oder der Zahn tief verlagert, kann eine dreidimensionale Aufnahme mit dem DVT (digitale Volumentomographie) nötig sein.
Laut dem Hull University Teaching Hospitals NHS Trust kommt es nach der Entfernung unterer Weisheitszähne bei 2 bis 20 Prozent der Behandelten zu einem vorübergehenden Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Lippe, Kinn oder Zunge; bleibende Störungen betreffen etwa 0,5 bis 2 Prozent. gesundheitsinformation.de nennt dauerhafte Probleme bei bis zu 1 von 100 Menschen. Bei oberen Weisheitszähnen kann eine Verbindung zur Kieferhöhle entstehen, die meist von selbst heilt.
Was sollten Sie nach der Entfernung beachten?
- Auf den Tupfer in der Regel 30 bis 45 Minuten fest beißen.
- In den ersten 24 Stunden nicht spülen, nicht kräftig ausspucken, keinen Strohhalm benutzen; das schützt das Blutgerinnsel in der Wunde.
- Am ersten Tag nichts Heißes essen oder trinken; weiche, lauwarme Kost bevorzugen.
- Die Wange in den ersten Stunden zeitweise kühlen.
- In den ersten Tagen nicht rauchen, weil Rauchen die Heilung verzögert und den Verlust des Gerinnsels begünstigt.
- Die Zähne weiter putzen, die Wunde am ersten Tag aussparen.
- Verordnete Medikamente wie angegeben einnehmen; keine Acetylsalicylsäure gegen Schmerzen, weil sie die Blutung fördert.
- Die Schwellung erreicht meist am zweiten und dritten Tag ihren Höhepunkt; nach Weisheitszahnentfernungen dauert die Erholung laut Hull University Teaching Hospitals in der Regel fünf bis sieben Tage.
Melden Sie sich bei anhaltender Blutung, Fieber, zunehmender Schwellung oder Schmerzen, die nach einigen Tagen wieder stärker werden; Letzteres kann auf eine trockene Alveole (Alveolitis) hinweisen. Ausführlich im Ratgeber Nach der Zahnentfernung.
Was bedeutet das für Ihre Reise und die weitere Versorgung?
Legen Sie den Rückflug nicht auf den Tag des Eingriffs und lassen Sie mindestens einen Tag Puffer für eine Kontrolle. Hull University Teaching Hospitals raten, eine Weisheitszahnentfernung nicht unmittelbar vor eine Auslandsreise zu legen; bei einer Behandlungsreise heißt das: Planen Sie die Erholungstage vor Ort ein. Nach Eingriffen in der Nähe der Kieferhöhle kann eine längere Wartezeit vor dem Fliegen empfohlen werden.
| Versorgung der Lücke | Nachbarzähne | Art |
|---|---|---|
| Implantat | werden nicht beschliffen | festsitzend |
| Brücke | werden als Pfeiler beschliffen | festsitzend |
| Herausnehmbare Teilprothese | Halteelemente an den Nachbarzähnen | herausnehmbar |
Weisheitszähne müssen nicht ersetzt werden. Bei anderen Zähnen sollte die Lücke nicht zu lange offen bleiben, weil Nachbarzähne kippen und Gegenzähne in die Lücke wachsen können. Ist ein Implantat geplant, gehört die Entfernung in die Gesamtplanung: Laut Cleveland Clinic heilt der Knochen über mehrere Wochen aus, bei Backenzähnen bis zu vier Monate, und vor einem Implantat ist meist eine Wartezeit von einigen Monaten einzuplanen. Soll die Lücke mit einer Prothese geschlossen werden, kann eine Sofortprothese noch während des Aufenthalts eingesetzt werden, die später angepasst wird. Mehr dazu unter Zahnimplantate und Zahnprothese.
Wie läuft die Behandlung bei Rönesans ab?
Die Entscheidung zur Entfernung fällt bei Rönesans Diş Hekimliği in Serdivan, Sakarya, erst, nachdem die Möglichkeiten zum Zahnerhalt bei der Untersuchung geprüft wurden. In der Praxis steht ein DVT (digitale Volumentomographie) zur Verfügung; bei verlagerten Weisheitszähnen nahe am Nervkanal oder an der Kieferhöhle kann damit dreidimensional geplant werden. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung; bei Bedarf ist eine Behandlung in Vollnarkose möglich. Oralchirurgische Eingriffe einschließlich Knochenaufbau und Sinuslift werden in der Praxis durchgeführt, sodass Zahnentfernung und spätere Implantation aus einer Hand geplant werden können. Die Verständigung ist auf Deutsch, Englisch und Türkisch möglich; für eine Voreinschätzung senden Sie Fotos und Röntgenbilder per WhatsApp an +90 532 363 49 54. Bei der Abreise erhalten Sie eine Zusammenfassung der Behandlung und Kopien Ihrer Röntgenbilder; nach der Rückkehr erreichen Sie uns per WhatsApp. Die Kosten werden nach der Untersuchung im schriftlichen Behandlungs- und Kostenplan festgehalten.